Geschichte des Dorfes Dziwiszów

Der Anfang von Dziwiszów ist nicht gut bekannt. Das Dorf ist wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 13. Jh. entstanden, da schon im 14. Jh. die örtliche Kirche erwähnt wurde. Nach den Aufzeichnungen in alten Führern sollte in der Kirche ein Stein mit dem ausgehauenen Datum 1250 sein, aber das Erbauen der Kirche ist meistens für die Jahre 1300 - 1350 datiert. Es ist möglich, das Gold in der Gegend schon früher gefördert wurde, sicherlich war das im 15. Jh. davon zeugen alte Schächtchen, die an dem Weg nach Jelenia Góra gefunden wurden, und aus denen Gold aus der unteren "Z³otucha" gefördert wurde. Die Menge der Förderung ist noch nicht bekannt. Dziwiszów war ein Ritterdorf, das sich relativ schnell entwickelte, und zwar dank der günstigen Lage neben der Stadt, an einem ziemlich verkehrsreichen Weg, dessen Bedeutung noch im 17. und 18. Jh. gewachsen ist. Dieser Entwicklung zufolge war die Aufteilung von Dziwiszów in zwei Teilen: der untere Teil und der obere teil, die sogar getrennte Besitzer hatten, obwohl sie immer mit Bebauungen verbunden waren. Die Einwohner haben früh auf Protestantismus gewechselt und die örtliche Kirche übernommen. Während des 30jährigen Krieges haben sie sich drin verborgen, und in kritischen Momenten sind sie auf den Turm geflohen. Nach dem Krieg, 1653, haben sie aktiv Widerstand während der so genannten Reduktion von evangelischen Kirchen geleistet. Sie haben sie erst 1748 verloren. Da wurde auch das protestantische Gebetshaus erbaut. 1622 ist durch Dziwiszów, nach einer nicht gelungenen Probe der Einnahme von Jelenia Góra, eine mehrere tausend zählende Einheit von Lisowczycy (die Reiter vom Oberst Lisowski) marschiert, die sich ihre Niederlage ersetz haben, indem sie einen Großteil des Dorfes niedergebrannt haben. Im 18. Jh. war Dziwiszów eins der größten Dörfer in der Gegend. Bis 1737 haben beide Teile des Dorfes von Bakisch gehört. 1739 hat Frankenberg von Grodziec ein Sonderrecht auf Bergarbeiten erhalten, was der Anfang der Förderung des Kupfererzes war. 1765 hat Dziwiszów dem Handelsrat Thomman gehört. Da wohnten 15 reiche Bauern (poln. "kmieæ"), 24 Lohnbauern und 93 Heimarbeiter, darunter 40 Handwerker. Dafür hat der obere Teil von Dziwiszów dem Handelsrat Jaeger gehört, wo 20 reiche Bauern, 16 Lohnbauern und 86 Heimarbeiter, darunter 31 Handwerker, meistens Weber wohnten. 1785 haben beide Dorfteile die Witwen der erwähnten Räte, wobei die wahrscheinlichen Schwestern waren, weil sie beide den Mädchennamen Menzel trugen. Im unteren Teil von Dziwiszów waren zwei Kirchen (die katholische und evangelische), der Gutshof und die Wassermühle. In dem oberen Teil von Dziwiszów waren 2 Gutshöfe, eine Wind- und eine Wassermühle. Der Anfang des 19. Jh. hat die weitere schnelle Entwicklung des Dorfes mitgebracht, auch dank dem Bergbau des Blei-, Silber- und Kupfererzes. 1840 haben beide Teile des Dorfes einem Mann namens Tschortner gehört. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. war die Kapelle die größte Attraktion von Dziwiszów. Es ist ein Berg, der von schönen Aussichten, dem Marmorsteinbruch und dem Gasthaus mit einem Rosengarten und einer Kolonnade bekannt war. In Dziwszów selbst wurden Touristen die Brauerei und der Palastpark empfohlen, der als Wildpark bezeichnet wurde und betont, dass da Hirsche leben. In der Zwischenkriegszeit waren in Dziwiszów 4 Gasthäuser tätig, darunter ein altes Wirtshaus und eine Brauerei. In den Jahren 1905 - 21 wurde Dziwiszów zu einem populären Ferienort. Es hat auch eine kleine Maschinenteilefabrik angefangen zu arbeiten, es gab ein Postamt mit der telegraphischen Verbindung. Touristen wurde insbesondere das Denkmal des Krieges 1813 und der Opfer des ersten Weltkrieges empfohlen. In Beschreibungen wurde auch die schöne Lage des Friedhofs betont. Nach dem Krieg war Dziwiszów kein Ferienort mehr, aber ansonsten hat sich nichts geändert. Die örtliche Fabrik hat weiter landwirtschaftliche Maschinen und Ersatzteil zu ihnen produziert, später wurde das Sortiment zu Waldwirtschaftsmaschinen gewechselt. Zurzeit kann man eine langsame Wiedergeburt des Dorfes sehen. Es entstehen immer mehr Einfamilienhäuser, die wie Pilze nach dem Regen wachsen. Es gibt immer mehr Übernachtungsplätze in landwirtschaftlich-touristischen Bauernhöfen.

 

Dziwiszów

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